Jesus Christus spricht:
Bittet, so wird euch gegeben;suchet, so werdet ihr finden;klopfet an, so wird euch aufgetan.
„Warum tut Gott nichts? Hat er uns vergessen und probiert schon langst
irgendwo eine neue Welt aus? Hat eben nicht so gut geklappt beim ersten
Mal, vor allem mit den Menschen nicht! Es ist eben nicht so leicht, dem
Menschen die richtige Dosis Freiheit und Selbstverantwortung zu
verabreichen:“ Enttauscht auserte sich so ein Bekannter, der gern und
immer wieder uber Gott und die Welt herzieht. Wir Menschen als Gottes
Versuchskaninchen? Nein, das kann und will ich nicht glauben. Ist Gott
nicht immer wieder diesen Menschen entgegengekommen, z. B. im
Regenbogen, den Gott als Zeichen des neuen Bundes setzt: Ihr bekommt
eine Chance. Da ist das Kreuz, das Gott setzt als Zeichen, ihr seid nicht
verloren. Aber wie konnen wir denn merken heute hier und jetzt, dass
Gott da ist und uns nicht vergessen hat? Wie konnen wir merken, dass es
ihm nicht egal ist, was in Fukushima und sonst wo auf der Welt
geschieht? Wie konnen wir spuren, dass Gott uns liebt, dass er uns meint
und uns nicht aufgegeben hat? Ganz leise hore ich Jesus uns zurufen:
Bitten, suchen, anklopfen. Immer wieder. Den ersten Schritt gehen. Denn
eine Bitte kann erst erfullt werden, wenn ich sie ausgesprochen habe.
Finden kann ich nur, wenn ich mich auf die Suche mache. Die Tur offnet
sich, wenn ich anklopfe. Bitten, suchen, anklopfen. Immer wieder. Jesus
ermutigt uns dazu, den ersten Schritt zu wagen: Gott etwas zuzutrauen
und ihm die Chance zu geben, mein Leben zu verandern. Ein kleiner
Schritt, auf dem eine grose Verheisung ruht: Gott wird geben, wird sich
zeigen und Turen offnen. Doch das kann anders aussehen, als ich erwarte.
Vielleicht gibt er nicht das Brot, um das ich gebeten habe. Sondern einen
Apfel. Vielleicht finde ich nicht den Silberschatz, den ich gesucht habe.
Aber ein erfulltes Leben. Vielleicht sieht es hinter der Tur anders aus, als
ich dachte. Der Weg, der sich auftut, ist nicht der, den ich mir ausgemalt
habe. Aber es ist ein Weg. Bitten, suchen, anklopfen –diese Freiheit
durfen wir uns nehmen. Gott sei Dank!
Deutschsprachige
Evangelische
Gemeinde
Barcelona