Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim! Jesaja 54,7
Gott kommt, tönt es laut. Er kommt zu uns Menschen. Aber, wo ist er? Kommt er in diese zerrüttete und zerklüftete Welt, kommt er zu mir? Das sagt sich so leicht, Gott kommt. Das Weihnachtsfest wird kommen, dafür sorgt schon der Einzelhandel, es wird auch Geschenke geben, aberwird Gott mit dabei sein? Woran werde ich es merken? "Dieses fromme Gefasel. Schau dich um, mach die Augen auf, Gott hat Ade gesagt, er hat es satt. Er ist gegangen und überlässt euch euch selbst. Das sind keine guten Aussichten aber die Realität. Macht euch schöne Geschenke zum fest, wenn ihr es euch noch leisten könnt, und dann malt euch die Sterne selbst, denen ihr folgt. Es ist, wie es ist. Gott hat seine Welt verlassen. Die Stimme der Kritiker ist deutlich. Was haben wir schon in unseren Händen? Nur unsere Sehnsucht tragen wir in uns, diese tiefe Sehnsucht nach gelingendem Leben, die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit. Aus dieser Sehnsucht wachsen seit alters her Geschichten, die sich bewährt haben, die ermutigen und die der Hoffnung Gestalt geben. Es sind Geschichten, in denen Gott gar nicht anders kann, als sich immer wieder um uns zu kümmern. Er hat ein Herz voller Erbarmen. Setzt Gott nicht Himmel und Erde in Bewegung? Für Adam erschafft er Eva. Abraham schenkt er eine große Verheißung. Ein ganzes Volk mit dem Namen Israel befreit er aus der Unterdrückung und führt es in das gelobte Land. Er schickt uns Engel und Menschen, um uns zu trösten und auf einen guten Weg zu leiten. Und dann kommt er selbst. Er der große Gott,kommt zu uns Menschen. Die Krippe im Stall wird seine erste Unterkunft. Das sind keine großen Geschichten, die die Welt bewegen. Gott kommt leise in unsere Welt, in unsere Stadt und in unsere Leben, leise und zart will er die Welt verändern, indem er unser Herz berührt. Gott wird kommen. Er ist schon da. Schau hin genau hin, wo er sich verborgen hat, schau in die Krippe, schau in das Gesicht des Kindes, höre die leisen Worte und sie das Strahlen der Augen. Er ist schon da. Er hat erbarmen auch mit uns. Lassen Sie sich berühren!
Ihr Pfarrer Jeremias Treu
Deutschsprachige
Evangelische
Gemeinde
Barcelona