Gesund und leicht uber den Sommer - dank Gazpacho

 

Jeder kennt das Gefühl, bei lang andauernder Hitze im Sommer Spaniens

durch die Straßen zu schleichen und sich nach Schatten und kalten

Getränken zu sehnen!

 

Der Kreislauf liegt am Boden und wir haben auch keine Lust, in einer

warmen Küche vor dem Herd zu stehen und etwas zu kochen.

Den einfachen Leuten in Südspanien muss es nicht anders gegangen sein,

denn sie erfanden ein Gericht, was uns beschwingt und gesund über den

Sommer bringt.

Sie vermischten erntefrisches Gemüse mit Knoblauch und Zwiebeln,

pürierten es, gaben Essig und Olivenöl dazu, brockten altes Brot hinein

und fertig war der Gazpacho. Der Name kann nicht auf die Mauren

zurückgehen, wie immer angenommen wurde, da es in Nordafrika kein

ähnliches Gericht gibt und vor den Mauren bereits sephardische Juden in

Südspanien beheimatet waren, in deren hebraischem Sprachgebrauch das

Wort „gazaz“ auftaucht, das nichts anderes heist als „in Stücke brechen“.

So sind sich Sprachwissenschaftler heute einig, dass der Name

„Gazpacho“ wohl eher aus vormaurischer Zeit stammt.

Was hat es nun auf sich mit dieser kalten Suppe? Was tut sie uns Gutes?

Vorher kann von jedem Gemüse ein bisschen weggetan werden, was zum

Servieren klein geschnitten über die Suppe gegeben wird und auch dem

Auge gut tut.

Wir dürfen natürlich nicht vergessen, alles vorher gründlich zu waschen,

damit keine Pestizid- und Schmutzrückstande in der Suppe und im Magen

landen. Deshalb empfiehlt sich auch, die Gurke zu schälen.

Unserer Fantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt! Wir konnen also

den Mixer mit allem Bunten, was der Sommer an Gemüsen (und

Früchten!) bietet, bestücken.

Wie wäre es auch mit ein paar Melonenstücken?

Vor dem Servieren gebe ich ein paar Eiswürfel in den Gazpacho, damit er

schon kühl ist.

Und wer auf „low-carb“-Diät ist, der lasse einfach das Brot weg.

So, und nun kann der Sommer kommen mit seiner Hitze, die uns ja

diesmal dank Gazpacho nichts anhaben kann!

Sigrid Treu

 

Es sind die Inhaltsstoffe, die gerade im Sommer ihre Wirkung entfalten.

Das Gemüse sollte natürlich knackig frisch sein.

Die Gurke sorgt für Elektrolyt-Nachschub und lässt unsere Haut aufleben.

Sie enthalt insulinartige Stoffe, die den Blutzucker regulieren helfen und

entschlackt unseren Körper, was beim Abnehmen hilft!

Zwiebeln und Knoblauch wirken durch ihre schwefelhaltigen

antibakteriellen Anteile wie ein Schutzschild gegen Sommergrippe und

senken ganz nebenbei den Cholesterinspiegel. Sie erhöhen die

Fliesfähigkeit des Blutes und regulieren so den Blutdruck. Das Zink der

Zwiebel soll Altersflecken verschwinden lassen! Ein paar Chilischoten

mit ihrem Capsaicin helfen bei der Infektabwehr, regen die

Magensaftproduktion an und wirken zu allem Überfluss auch noch

fungizid (gegen Pilze).

Paprika und Tomate senken bekanntermasen das Krebsrisiko und bringen

auch ein paar wichtige Vitamine wie A, B, C, Mineral- und Ballaststoffe

mit.

Essig regt die Produktion von Verdauungssäften in Leber und Galle an,

was Vollegefühl vermindert und die Entwässerung unterstützt.

Das Olivenöl für unseren Gazpacho sollte selbstredend nicht aus dem

untersten Regal des Supermarktes kommen - es darf ruhig mal „extra

virgine“ sein, damit die wertvollen Inhaltsstoffe auch ihre Wirkung

entfalten können. Das antioxidative Vitamin E unterstützt unseren Körper

bei der Krebsvorsorge und bringt unser Immunsystem auf Trab.

Auserdem löst das Öl die fettlöslichen Vitamine aus den anderen Zutaten

und macht diese für unseren Organismus aufnahmefähig.

Gegen etwaige Blähungen durch das viele Gemüse und seine Ballaststoffe

können wir getrost eine Handvoll Basilikum dazugeben, das

krampflösend (Kampher) wirkt.

Wichtig wäre für die Zubereitung eines Gazpacho eine tüchtige

Küchenmaschine mit Mixer, damit alles ratzfatz klein ist! Wasser kann

jeder nach Belieben zugeben.