Es hat gut lachen, wer sich in seinen Speiseplan einbaut - die Kichererbse.

 

Wer einmal im Orient weilte und dort die arabische Küche im Original kennenlernen durfte, wird sich mit Sicherheit  an die herrlichen Falafel und anderen Gerichte aus Kichererbsen erinnern. Die Kichererbse gilt wegen ihres hohen Gehalts an Eiweiß als das "Hühnchen unter dem Gemüse".

Die Kichererbse ist eine Hülsenfrucht. Sie hat einen erstaunlich hohen Anteil an essenziellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren, 20 Prozent Eiweiß, 60 Prozent Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Sie enthält Eisen,  Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Phytoöstrogene (pflanzliche Hormone) sowie die Vitamine der B-Gruppe, Vitamin A, Folsäure und sekundäre Pflanzenstoffe.

Kichererbsen werden in Spanien, der Türkei, in ganz Nordafrika bis Ägypten, in Indien und Pakistan angebaut. Die Kichererbse ist zwischen 8 und 12 mm groß, rundlich oder kantig,  gelblich bis hellrötlich und von einer dünnen Schale umgeben. Kichererbsen werden zumeist getrocknet angeboten.

Bei einem täglichen Verzehr von Kichererbsen kann ohne Weiteres auf tierisches Eiweiß verzichtet werden.

Ein Brei aus Kichererbsenmehl, etwas Wasser und Honig wurde schon in alten Zeiten auf Geschwüre aufgelegt. Aufgrund ihrer Widderkopf ähnlichen Form wurde der Kichererbse im alten Griechenland nachgesagt, sie sei ein starkes Aphrodisiakum.  Das in Kichererbsen enthaltene Öl senkt den Cholesterinspiegel, sodass bei regelmäßigem Verzehr die Gefahr an Arteriosklerose zu erkranken nachweislich sinkt. Auch Osteoporose kann vorgebeugt werden. Dafür sorgt der Kalzium und Phosphorgehalt der Kichererbse. Im Gegensatz zu anderen Nahrungs-

 

mitteln lösen die phytochemischen Stoffe innerhalb der Kichererbse keine Allergien aus. Kichererbsen helfen durch ihren Gehalt an pflanzlichen Östrogenen den Frauen in den Wechseljahren und beugen Krebs und Prostataerkrankungen vor.

Roh enthalten Kichererbsen giftige Stoffe, die durch den Garprozess ihre gefährlichen Eigenschaften verlieren.

 

Und hier noch ein Rezept:  HUMMUS

250 g Kichererbsen, getrocknet

8 EL Öl (Oliven)

3 Zehen Knoblauch, gepresst

4 EL Zitronensaft

4 EL Sesampaste (Tahini- gibt´s im Asialaden)

Salz

Paprikapulver, etwas Kreuzkümmel (Cumin)

Cayennepfeffer und frischer Koriander

 

Die Kichererbsen einweichen in der 3-fachen Menge Wasser zum Gewicht der Erbsen gerechnet. Am nächsten Tag werden sie gekocht, bis sie weich sind. Das Wasser abgießen, aber aufheben. Die Kichererbsen werden nun püriert und danach alle anderen Zutaten zugegeben. Es muss eine glatte, nicht zu feste Paste entstehen. Ist sie zu dick, etwas Öl oder Kochwasser zugeben.

Dazu wird PITABROT gereicht, was man auch leicht selbst herstellen kann:

Aus 400 g Mehl, 6 EL Öl oder  Butterschmalz, 1 TL Salz  und ca. 225 ml Wasser einen Teig kneten (15 min lang kneten!) 8 gleich große Kugeln daraus formen, diese dünn ausrollen und in einer heißen, ungefetteten Pfanne von beiden Seiten backen, bis sie hellbraun sind und Blasen werfen.

 

Viel Freude dabei wünscht Sigrid Treu