Sie gehören zur Vorweihnachtszeit einfach dazu - DIE NÜSSE.

Für viele Menschen schmecken die Nüsse nach „Weihnachten“. Doch Nüsse sind aufgrund ihres hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß (wichtig für Vegetarier), Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen so gesund, dass sie eigentlich das ganze Jahr über regelmäßig geknabbert werden sollten. Wie gesund, das haben zahlreiche Studien inzwischen belegt: So zeigten Studien, dass ein wöchentlicher Nuss-Verzehr von mindestens 150 Gramm das Herzinfarktrisiko um 35-40 Prozent verringern konnte. 

Zugegeben: Nüsse enthalten  viele Kalorien (600 bis 700 kcal./100 g). Doch Angst vor zu vielen Pfunden braucht dennoch niemand zu haben. Ernährungswissenschaftler haben die Auswirkungen des Nussverzehrs untersucht. Ergebnis: Auch wer nach Belieben Erdnüsse knabbert, legt kaum an Gewicht zu. Mögliche Erklärung: Nüsse machen so satt, dass man automatisch weniger isst. Was die einzelnen Nusssorten so wertvoll macht:
- Cashewnuss: Die aromatischen Nüsse enthalten mehr sättigende Kohlenhydrate als andere Sorten und B-Vitamine, die ideale Gehirn- und Nervennahrung sind. Sie enthalten blutbildendes Eisen und Betacarotin für eine jugendliche Haut!
- Erdnuss: In ihr steckt viel herzfreundliche Linolsäure und zellschützendes Vitamin E. Tryptophan verhilft zu gutem Schlaf. Phytosterine wirken blutfettsenkend und beschleunigen die Blutgerinnung. Wegen des Puringehalts ist bei Gicht Vorsicht angesagt.

 

 

- Haselnuss: Sie wartet mit besonders vielen Ballaststoffen auf. Gerbstoffe regen die Haut- und Darmfunktion an, Lezithin hält das Gehirn auf Trab. Ein Aufguss aus den Schalen soll harntreibend wirken.
- Macadamia: Sie enthält von allen Nüssen das meiste Eiweiß, außerdem reichlich Herz- und Gefäß-schützende ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken helfen!
- Mandel: Sie enthält Magnesium, das gut für Nerven und Muskeln ist.
- Paranuss: Paranüsse sind die beste  Quelle für Selen (wichtig bei Schilddrüsenerkrankungen) und Vitamin B1.
- Pekannuss: Sie gehört zur Walnussfamilie, ist jedoch süßer und aromatischer. Durch die Inhaltsstoffe sind Pekannüsse der ideale Kraft- und Energiespender.
- Walnuss: Sie gehört zu den besten natürlichen Quellen des „Schlafhormons“ Melatonin. Die ungesättigten Fettsäuren helfen, den Cholesterinwert zu senken und beugen Herzinfarkten vor. Durch  ihren Zink-Anteil stärken Walnüsse zudem das Immunsystem.

- Pistazien: Wirken durch ihren Kaliumgehalt regulierend auf unseren Flüssigkeitshaushalt und helfen beim Abnehmen.

 

Wie viele Nüsse sollen es denn nun täglich sein, fragen wir uns: 50-80g am Tag, das sind z.B. 5-8 Walnüsse

Wir sollten natürlich bedenken, wie wir die Nüsse zu uns nehmen - als Zugabe zu einem leckeren Salat, aufs Müsli gestreut, als kleine Knabberei zwischendurch – oder „verpackt“ in zart schmelzender Schokolade! Die Antwort kann sich jeder selber geben!

Auf jeden Fall tun wir uns also etwas Gutes, wenn wir die kleinen Kraftpakete zu unserem täglichen Begleiter machen - und das nicht nur in der Weihnachtszeit!

Sigrid Treu